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Das Ende der Dominanz des Menschen
Station
Grow your
Fashion

Franziska Hagen
Lutricia Valentine
Su Kaia Spree


Dem verschwenderischen und ressourcenintensiven Modekonsum wurde endlich ein Ende gesetzt, indem Kleidungsstücke entworfen wurden, die durch Symbiosen zwischen der menschlichen Haut und anderen Lebewesen entstehen. Die tragbaren Ökosysteme erfüllen dabei höchste Ansprüche an Funktion, Materialität und Ästhetik.

In dieser Station sollen die Teilnehmer*innen Altbekanntes beiseite legen und einfach ihrer Fantasie und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Sie sollen sich über Kleidung, deren Zwecke, Materialien und ihrer Zukunft Gedanken machen - mit Fragen wie: Was werden wir in der Zukunft anziehen und warum? Was bedeutet nachhaltige Mode? Welche neuen Erfindungen könnte es geben? Was wäre, wenn wir alle das selbe tragen? Was bedeutet Kleidung für mich? Die Teilnehmer*innen bekommen die Aufgabe, verschiedene Körperteile einer Anziehpuppe zu gestalten - mit der Annahme, dass die Materialien direkt auf der Haut wachsen. Dabei sollen sie sich an bestimmte Vorgaben (Lebensraum, Material, Textur und Funktion) halten, die mit Spielkarten zugeteilt werden. Reale Textilinnovationen, deren Grund-Materialien sich in Petrischalen finden, bieten Inspiration. Am Ende werden die Körperteile mehrerer Spieler*innen zusammengelegt und gemeinsam diskutiert.


Was wäre, wenn auf unserer Haut Organismen wachsen, die unsere Kleidung bilden?

   
HINTERGRUND:

Mode trägt einen großen Teil zu diversen globalen Herausforderungen bei: Massive Umweltverschmutzung durch Plastik, Chemikalien und Kohlenstoffdioxid-Emissionen, die Ausbeutung der Natur, von Tieren und von Menschen mit teilweise unwürdigen Arbeitsbedingungen. Zur Herstellung von einem T-Shirt benötigt man beispielsweise im Durchschnitt 2,700 Liter Wasser, ungefähr 18 Badewannen voll. Für eine Jeans sind es 11,000 Liter Wasser, also 73 Badewannen. Das Abwasser der Kleidungsproduktion ist durch giftige Chemikalien verschmutzt und auf den Baumwollfeldern werden Unmengen von Pestiziden versprüht. Wir haben alle einen vollen Kleiderschrank, und 40% unserer Kleidung werden durchschnittlich gar nicht getragen. In einer Designerkette gibt bis zu 24 neue Kollektionen pro Jahr. Mode ist ein Wegwerfprodukt, und auch die Entsorgung verbraucht unendlich viele Ressourcen. Die Modebranche muss sich drastisch verändern, und dazu gibt viele neue Wege mit viel Potenzial. Es werden immer wieder neue Materialien für die Textilindustrie erfunden, die unumsetzbar klingen, aber funktionieren. Hier werden diese Visionen in die Gegenwart geholt.
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