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Das Ende der Dominanz des Menschen
Station
TRASH
DINER

ronja schmidt
jeannie-darlene köppe
stephanie hagenstein


Nachdem die Menschheit die Erde in den vergangenen Jahrhunderten völlig zugemüllt hatte, führte dies auch zu steigender Nahrungsmittelknappheit. Doch dann haben wir erkannt: Müll ist nicht das Problem, sondern die Lösung! Mikrobielle Enzyme des Bakteriums Ideonella Sakaiensis ermöglichen zusammen mit dem Pilz Fungi Mutarium die Verstoffwechslung von Kunststoffen und deren Zersetzung in unschädliche, verzehrbare Bestandteile. Diese können nun Dank des Trash-Sprays aufbereitet und frisch serviert werden!

Die Teilnehmenden geben bei Einnehmen ihres Tisches Müll als Eintritt ab. Während des Dinners beantworten sie in mehreren Runden utopisch-dystopische Fragen zur Auswirkung verschiedener, durch Müll verursachter Umweltbelastungen auf unterschiedliche Arten. Dabei denkt sich jede Person mindestens einen Effekt aus. Die Teilnehmenden reflektieren im Gespräch ihr eigenes Verhalten und denken gemeinsam über kreative Lösungsansätze nach, um unser derzeitiges Müllproblem zu lösen. Die gesammelten Ergebnisse werden visualisiert.


Was wäre, wenn wir morgen unseren Müll von gestern verdauen?

   
HINTERGRUND:

Dass bestimmte Enzyme Kunststoffe abbauen können, haben japanische Forscher vom Kyoto Institut of Technology 2016 entdeckt. Bei der Untersuchung der Abwässer, Sedimente und Aktivschlämme in einer Recycling-Anlage für PET-Flaschen hatten sie das Bakterium Ideonella sakaisensis 201-F6 entdeckt. Zwei bis dato unbekannte Enzyme des Bakteriums sind für den natürlichen Zersetzungsprozess verantwortlich. Das Enzym ISF6_4831 wandelt PET in ein Zwischenprodukt um und das andere Enzym ISF6_0224 baut dieses Zwischenprodukt weiter um, so dass am Ende nur die unschädliche Terephthalsäure und Glykol übrig bleiben.
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